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Themenfokussiertes Coaching in Krisenzeiten

Der Bedarf an Unterstützung in Krisenzeiten ist enorm. Dies legen aktuelle Zahlen von Online-Bildungsanbietern wie bspw. Udemy nahe. Gleichzeitig erlauben Krisen kaum, ein Seminar zum Thema Stressmanagement oder Führung in Krisenzeiten zu besuchen. Fachausbildungen gehen weiter. Softskilltrainings jedoch nicht. Zudem berichten Mitarbeiter zwar von einem erhöhten Stresslevel durch die Arbeit im Homeoffice. Wünschen sich jedoch lieber einen Algorithmus als wertneutralen Berater als ihre eigene Führungskraft als Seelsorger. Aus meiner Erfahrung als Führungstrainer wird mir die Rolle als Seelsorger nicht selten von Teamleitungen berichtet. Das ist also nichts neues. Dennoch, noch dazu auf Distanz, in der Krise offensichtlich schwer umzusetzen.

Es gibt folglich einen enormen Bedarf an neutraler Unterstützung, bei einer gleichzeitig kaum vorhandenen Zeit und Energie. Wenn wir davon ausgehen, dass Beratungsalgorithmen noch nicht soweit sind, dass sie wirklich flexibel auf die Sorgen der Mitarbeiter eingehen können, sollten sich Trainer und Coaches etwas einfallen lassen, um dem gerecht zu werden:

  1. Der Faktor Zeit: Führungscoachings dauern in der Regel 1-1,5 Stunden. Soviel Zeit ist aktuell nicht vorhanden. Es braucht folglich kürzere Einheiten.
  2. Inhalte: Coachings dienen normalerweise sowohl der Lösung von Problemen, als auch der Weiterentwicklung der Klient:innen. Aktuell kann es nur um die Lösung von Problemen gehen. Dazu wäre es wichtig (siehe den Faktor Zeit), bereits klare Themen im Portfolio zu präsentieren: Geht es um:
  • die Durchführung virtueller Mitarbeitergespräche und Meetings,
  • die Fallstricke einer virtuellen Kommunikation,
  • die Vermittlung von Hiobsbotschaften,
  • wertschätzende Kündigungen,
  • schnelle, agile Reaktionen in der Krise,
  • die Motivation der Mitarbeiter:innen über Durststrecken hinweg,
  • die Erhaltung des Teamgeistes in der Krise,
  • das Selbstmanagement und die Resilienz der Mitarbeiter:innen im Homeoffice
  • oder den Umgang mit Sorgen und Ängsten bei sich selbst und den Mitarbeiter:innen.

Solche Vorstrukturierungen fördern einen schnellen Einstieg in das Coaching.

  1. Distanz: Ein Coaching auf Distanz war früher undenkbar. Heute ist es möglich, auch per Video genügend Nähe herzustellen, um Probleme intensiv zu besprechen. Mehr noch: Die Distanz ermöglicht es manchen Menschen sogar freier zu sprechen als vor Ort. Diese Mischung aus Nähe und Distanz kommt einem themenfokussierten Coaching zusätzlich entgegen.

Rufen Sie mich an oder mailen mir, wenn Sie Bedarf an einem themenfokussierten Coaching haben. Gerne schicke ich Ihnen vorab ein 20-25 minütiges Audiobook zu Ihrem spezifischen Krisenthema zu. Im Anschluss klären wir kurz und knapp, wie Sie persönlich am besten die aktuellen Herausforderungen meistern.

Führung auf Distanz – Mitarbeiter im Homeoffice

Das Thema Führung auf Distanz war lange Zeit ein Stiefkind im Führungskanon. Als Gerhard Schröder auf der Hannover-Messe 2006 die Digitalisierung als Voraussetzung für den Austausch auf Distanz ausrief, passierte lange … nichts.

Mit der Agilitätsbewegung aus der IT-Branche und der Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort weitete sich das Thema in den letzten Jahren auf immer mehr Bereiche aus.

Spätestens 2019 fasste dank der eAkte das Thema „Mobiler Arbeitsplatz“ auch in deutschen Amtsstuben und Verwaltungen Fuß. Jetzt musste es voran gehen. Dennoch: Die Bedenken waren immer noch groß. Das Vertrauen in die Mitarbeiter:innen gering.

Seit Corona ist alles anders. Das Muss bekam drei Ausrufezeichen. Nun ist das Thema Homeoffice fest etabliert. Und selbst wenn nach der Corona-Krise normale Zeiten einkehren, lässt sich das Rad nicht mehr zurückdrehen. Das Thema ist gesetzt. Und Führung muss sich seit spätestens jetzt mit einer vermehrten Führung auf Distanz auseinandersetzen.

Mich persönlich beschäftigt das Thema, seitdem Frau von der Leyen als Arbeitsministerin die Vätermonate etablierte und damit auch das Thema Telearbeit. Damals hieß das Buzzword für mich als junger Trainer „Work Life Balance“ und beinhaltete zumindest Schnittstellen zum heutigen New Work. Erinnert sich noch jemand an den Begriff der Telearbeit?

Workshops zum Thema „Führung auf Distanz“ und „Arbeiten im Homeoffice“ gebe ich seit 2018.

Aus meinen Erfahrungen entstand 2020 ein eBook, das Ende 2021 von Audible vertont wird.

Einen Online-Kurs dazu finden Sie auf der Lernplattform udemy (externer Link). Personalentwickler:innen schicke ich gerne einen kostenlosen Zugang zum Seminar.