Tropfen2

Mediation und Systemdesign

Was bedeutet Mediation?

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Matrose und streiten sich mit einem
Kollegen um die Fahrtrichtung. Also rudern Sie mit aller Kraft auf Ihrer Seite, um das Schiff in die gewünschte Richtung zu bewegen.

Das passt dem anderen Matrosen gar nicht, weshalb er auf seiner linken Seite mächtig dagegen rudert.

Nun könnten wir sagen: Prima. Das Schiff fährt gerade aus. Und das mit einer immensen Kraft. Und tatsächlich funktionieren manche gegnerischen Partnerschaften eine ganze Weile sehr erfolgreich.

Solange sich beide mit aller Macht in die Riemen legen, scheint alles gut. Oberflächlich betrachtet. Den unter dem Schein brodelt es. Die Herzen pumpen bis an die Decke. Die Arme werden müde. Die Beine bekommen die ersten leichten Krämpfe. Der andere darf davon jedoch nicht bemerken. Soll er doch zuerst schlapp machen. Ich werde durchhalten. Bis zum bitteren Ende.

Denn was würde schließlich passieren, wenn ich aufgebe? Dann würde ja der andere gewinnen. Und Sie wissen ja: Dann drehen Sie sich nur noch im Kreis.

Übertragen auf Mitarbeitergespräche hieße das:

  • Ihr Mitarbeiter leistet nur noch Dienst nach Vorschrift.
  • Er beginnt, die Organisation hinter Ihrem Rücken zu sabotieren.
  • Er setzt Gerüchte in die Welt und verbreitet eine miese Stimmung.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Aber wie wäre es, wenn jede/r von Ihnen ein wenig von seiner Energie sparen würde? Was wäre, wenn Sie Ihre Kraft dazu nutzen würden, um ein gemeinsames Ziel ohne Streit zu erreichen? Wenn Sie sich absprechen würden?

Vielleicht würden Sie sich immer noch streiten. Vielleicht wäre der Streit jedoch funktionaler und produktiver, jedenfalls nicht mehr so zerstörerisch. Er würde im besten Fall zu einer fruchtbaren Auseinandersetzung führen.

Meine Rolle als Mediator

Wo bin ich als Mediator in diesem Bild? Viele meiner Klienten/innen verlangen von mir, dass ich den Kapitän spiele. Dann würde ich den Kurs des Schiffes vorgeben. Doch wie wäre das für Sie?

Wenn Sie einen Kapitän wollen, der bestimmt, wo es langgeht, sind Sie auf dem Arbeitsgericht besser aufgehoben als bei mir. Die Frage lautet nur: Wollen Sie das? Wollen Sie, dass jemand anderes bestimmt, wie Sie Konflikte mit Mitarbeitern oder Kunden regeln?

Stellen Sie sich stattdessen vor, ich wäre Ihr Steuermann, Sie ’spielen‘ mit Ihren Mitarbeitern Meuterei auf der Bounty und rufen mir Ihre Befehle zu, anstatt zu rudern. Dies könnte in einem chaotischen Zickzackkurs enden: Mal links, mal rechts, usw.

Da ich allerdings will, dass wir das Schiff auf einen guten Kurs bringen, wie auch immer Ihr gemeinsames Ziel später aussehen mag, werde ich Ihnen mit Rat, Tat, Kompass, Landkarte und Struktur zur Seite stehen, um zu verhindern, dass wir auf einen Eisberg stoßen und Schiffbruch erleiden.

In diesem Sinne sind alle im Unternehmen für das Thema Konfliktmanagement zuständig. Eine Einzel- oder Teammediation kann dazu der erste Schritt sein. Langfristig ist es jedoch sinnvoll, in Richtung Systemdesign weiterzudenken:

  • Wie gehen Führungskräfte mit Konflikten um?
  • Gibt es eine Anlaufstelle für Konflikte?
  • Wie müssen Schnittstellen aussehen, damit Prozesse möglichst konfliktarm ablaufen?
  • Wie sieht es ganz allgemein mit unserer Konfliktkultur aus?

Rufen Sie mich an oder schicken mir eine email, um zu klären, wie ich Ihnen helfen kann, in einem Einzel-, Paar- oder Teamkonflikt zu vermitteln oder sogar ein komplexes Systemdesign mit Ihnen zu entwickeln, um Konflikte auch langfristig besser anzugehen.

Sie finden mich auch unter: https://www.mediator-finden.de

Auf die Schnelle hilft Ihnen mein 3-Schichten-Modell, bestehende Konflikte zumindest einzudämmen.