Kategorie-Archiv: Zeit- und Stressmanagement

Fake News Test

Um seriöse Informationen von Fake News oder Alternativen Fakten zu unterscheiden, entwickelte ich eine Heuristik, mit der sich Schritt für Schritt den Wahrheitsgehalt einer Information testen lässt:

Fake News Heuristik

Zur Vertiefung der Kriterien Erfahrungen, Nutzen, Quelle, Qualität und Persönliche Wahrnehmung sind die folgenden Fragen hilfreich:

Sachliche Testfragen: Erfahrungen, Zweck, Quelle und Qualität der Information

1. Bisherige Erfahrungen

  • Deckt sich die Information mit meinen Erfahrungen?
  • Wie sicher sind meine bisherigen Informationen?

2. Zweck der Information

  • Wem nützt die Information?
  • Wofür dient die Information?
  • Kratzt die Information an einem Tabu?
  • Was daran ist tabuisiert?
  • Bedient die Information ein Sensationsbedürfnis?
  • Polarisiert die Information?
  • Wofür brauche ich die Information?

3. Informationsquelle

  • Wer lancierte die Information?
  • Ist die Quelle vertrauenswürdig?
  • Welche Kriterien gibt es für vertrauenswürdige Quellen?
  • Auf welche weiteren Quellen verweist die Quelle?

4. Qualität der Information

  • Wie wahrscheinlich ist es, dass die Information wahr ist?
  • Welche Kriterien gibt es für Wahrheit?
  • Welche objektiven Kriterien gibt es (Durchführung, Auswertung, Interpretation)?
  • Welche Kriterien der Reliabilität (Mess-Wiederholbarkeit) wurden erfüllt?
  • Welche Tiefe besitzt die Information?
  • Was benötigt eine Information, um Tiefe zu besitzen?

Persönliche Testfragen: 

5. Aufwand

  • Mache ich es mir zu leicht?
  • Bin ich leichtgläubig?
  • Warum will ich die Information glauben / nicht glauben?
  • Fühle ich mich (zu leicht) bestätigt?

Da es in diesem Bereich selten die reine Wahrheit, sondern nur Grautöne gibt, dienen die Heuristik und die dazugehörigen Testfragen als Orientierung. Ergänzungen nimmt der Redakteur gerne in Empfang.

Achtsamkeit

Das amerikanische Versicherungsunternehmen Aetna führte 2010 regelmäßige Achtsamkeitstrainings für seine Mitarbeiter/innen ein. Das Ergebnis: Mitarbeiter/innen, die regelmäßig Achtsamkeitsübungen absolvieren, erhöhen ihre Produktivität um 62 Minuten pro Tag und werden seltener krank mit einem Produktivitätsgewinn von 3000 Dollar pro Person und Jahr.
Die Psychologen Killingsworth und Gilbert führten 2010 ein Experiment durch, indem sie Probanden regelmäßig mittels einer App anfunkten, um sich nach ihrer aktuellen Tätigkeit zu erkundigen, ob sie während des Tuns an etwas anderes denken und für wie glücklich sie sich einschätzen.

Das Ergebnis:
In 47% der abgefragten Momente wich das Tun vom Denken ab. Je höher die persönliche Abweichung war, desto unglücklicher schätzten sich die Probanden ein. Je höher die Achtsamkeit, nach Kabat-Zinn „dem Augenblick bewusst Aufmerksamkeit zu schenken“, desto höher das persönliche Glücksempfinden.

In Untersuchungen an meditierenden Menschen (u.a. von Richard Davidson und Britta Hölzel) stellte sich heraus, dass regelmäßig meditierende Menschen, z.B. Mönche, eine 30 mal höhere Aktivität von Gammastrahlen im Gehirn besitzen. Dadurch nimmt die graue Masse zum Aufbau neuer Strukturen und Netzwerke im Hippocampus zu, die graue Masse in der Amygdala nimmt ab. Meditierende sind damit weniger schnell gestresst, kreativer und schneller im Denken und Erfassen komplexer Zusammenhänge.

Literatur:
Sebastian Purps-Pardigol: Führen mit Hirn
Jon Kabat-Zinn: Gesundheit durch Meditation

Mentale Simulationen

An dieser Stelle finden Sie Mentale Simulationen, die ich in meinen Seminaren einsetze. Nachdem es in meinen Seminaren zu den Themen Entscheidungsfindung, Stressmanagement, Achtsamkeit, Konfliktmanagement, Führung oder Schlagfertigkeit immer wieder Nachfragen gab, ob es meine Übungen auch zum Anhören gibt, habe ich beschlossen, einige meiner erprobten Mentalen Simulationen aufzunehmen und hier einzustellen, um die Nachhaltigkeit meiner Trainings zu erhöhen.

Die Themen der Mentalreisen werden breit gefächert sein, von kurzen und knackigen Umformulierungen, um Blockaden zu überwinden, über Anleitungen, um Stress abzubauen bis hin zu komplexen, mentalen Entscheidungsfindungssimulationen.

Ach ja: Meine Lieblingsübung, die mit dem Leuchtturm, hat es nun auch auf mp3  geschafft.

Die Mentalen Simulationen beruhen im Wesentlichen auf Ideen aus der Therapierichtung Focusing und meiner Beschäftigung mit dem Hypno-Systemischen Konstruktivismus Gunther Schmidtscher Schule. sowie Erkenntnissen der Neurowissenschaften. Sehr inspirierend fand ich weiterhin Trance-Geschichten von Daniel Wilk und das Buch „Heldenreise“ von Gilligan und Dilts.

Damit die Anleitungen bei Ihnen funktionieren, sollten Sie alle (äußeren) Störungen ausschalten und sich wirklich Zeit für die Übungen nehmen.

Was zu Beginn der Übungen und Mentalen Simulationen nie schaden kann:

  1. Fragen Sie Ihren Körper, wie er gerne sitzen (liegen) würde.
  2. Schließen Sie die Augen, wenn das für Sie angenehm ist.
  3. Atmen Sie 5 mal tiefer ein und aus als sonst (Bauchatmung).

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und viel Erfolg damit.

Ich muss – Umformulierungen: Eine Übung, um Blockaden bei ungeliebten Tätigkeiten zu überwinden.

Flussmeditation: Eine Übung zum entspannteren Umgang mit Krisen und Konflikten

Loslassen: Eine Übung für Menschen, denen es schwer fällt, Aufgaben abzugeben

Wind und Meer: Eine Übung zum Abschalten und zur Neu-Bewertung vergangener Erfahrungen

Backpack: Eine Übung, um unangenehme Aufgaben zu beleuchten und Abstand zu gewinnen.

Urlaubseffekt: Eine Übung, um die Urlaubsentspannung in den Alltag zu integrieren oder im Alltag Urlaubseffekte zu erzielen.

Zentrierung und Balance: Eine Übung zur Erhöhung der inneren Standhaftigkeit und Klarheit in der Kommunikation

Leuchtturm: Eine Übung, um Abstand vom Alltag zu bekommen

Ortswechsel: Eine etwas andere Entspannungsübung.

Wissensmanagement in der Verwaltung

2014 – 2015 führte ich zusammen mit meinen Kollegen Dr. Joachim Simen und Meinrad Bumiller von der Bayerischen Akademie für Verwaltungsmanagement GmbH für die Innovationsstiftung Bayerische Kommune ein Projekt zur Eruierung des Einsatzes von Wissensmanagement in bayerischen Kommunen durch. Als Ergebnis liegt nun die Broschüre

Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung

vor. Die Broschüre besteht zur Hälfte aus einem Instrumenten-Werkzeugkoffer, der nicht nur in der Verwaltung gut einsetzbar ist.

Weitere Instrumente als Ergänzung zu der Broschüre:

7.5.3 Whitepaper Worldcafe

 7.5.3 Whitepaper Unkonferenz

7.4.5 Dokumenten-Management-Regeln

7.4.4 Informationsfluss-Matrix

7.4.2 Mikroartikel

7.4.1 Whitepaper Wissensgemeinschaften

7.4.1 Whitepaper Wikis und Weblogs

7.2.6 Beispielraster Bürgeranliegen

7.2.4 Wissensmanagement-Workshop

7.2.2 Entscheidungshilfe Informationsweitergabe

7.1.5 Debriefing-Fragebogen

7.1.4 Verlaufsprotokoll Mentoring

7.1.3 Ablaufplan Kollegiale Beratung

7.1.2 Verhaltens-Muster-Kreislauf

7.5.6 Beispiel für eine Wissenslandkarte

Seminare und Vorträge

Seminare und Vorträge

11.07.-12.07.2017: Neuroleadership, Ammersee

25.09.-26.09.2017: Mit Menschenkenntnis mehr erreichen, Ammersee

28.09.2017: Konflikte schlichten in 12 Minuten, Eintritt frei: https://www.meetup.com/de-DE/12minN/events/237423398

07.10.2017: INKA-Training, das (vermutlich weltweit einzige) Improvisations-Nahkampf-Kommunikations-Auseinandersetzungs-Training, gemeinsam mit Göksen Meine, Fürth

Verbindliche Anmeldungen unter: info@m-huebler.de