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Führungskräfte als Krisenmanager

Die Ereignisse haben sich in den letzten Wochen überschlagen. Für mich ebenso wie für viele meiner Kunden. Corona stellt offensichtlich alles auf den Kopf.

Die Uhren scheinen aktuell schneller zu ticken als sonst. Manche Bildungsanbieter stellen schnellstens auf E-Learning um. Mitarbeiter gehen in Homeoffice. Führungskräfte lernen im Schnellverfahren und Learning-by-doing, per Distanz zu führen.

Vor einem Monat kam mein aktuelles Buch bei Springer Gabler „Die Führungskraft als Mediator“ (externer Link) heraus. Immer noch aktuell, nur: Wer hat aktuell Zeit für ein ganze Buch?

Aus diesem Gedanken heraus entstand das nun vorliegende E-Book (externer Link), geschrieben in einer Art Fieberwahn in der letzten Woche: Die Führungskraft als Krisenmanager. Ausgehend von der Corona-Krise bietet es eine Handreichung auf guten 50 Seiten, wie Führungskräfte in Krisen ihren Mitarbeitern Orientierung und Sicherheit bieten können, um gemeinsam einen Weg aus der Krise zu finden. Wie immer bei mir mit einer Menge praxiserprobter Tools, die sofort anwendbar sind.

Themenfokussiertes Coaching in Krisenzeiten

Der Bedarf an Unterstützung in Krisenzeiten ist enorm. Dies legen aktuelle Zahlen von Online-Bildungsanbietern wie bspw. Udemy nahe. Gleichzeitig erlauben Krisen kaum, ein Seminar zum Thema Stressmanagement oder Führung in Krisenzeiten zu besuchen. Fachausbildungen gehen weiter. Softskilltrainings jedoch nicht. Zudem berichten Mitarbeiter zwar von einem erhöhten Stresslevel durch die Arbeit im Homeoffice. Wünschen sich jedoch lieber einen Algorithmus als wertneutralen Berater als ihre eigene Führungskraft als Seelsorger. Aus meiner Erfahrung als Führungstrainer wird mir die Rolle als Seelsorger nicht selten von Teamleitungen berichtet. Das ist also nichts neues. Dennoch, noch dazu auf Distanz, in der Krise offensichtlich schwer umzusetzen.

Es gibt folglich einen enormen Bedarf an neutraler Unterstützung, bei einer gleichzeitig kaum vorhandenen Zeit und Energie. Wenn wir davon ausgehen, dass Beratungsalgorithmen noch nicht soweit sind, dass sie wirklich flexibel auf die Sorgen der Mitarbeiter eingehen können, sollten sich Trainer und Coaches etwas einfallen lassen, um dem gerecht zu werden:

  1. Der Faktor Zeit: Führungscoachings dauern in der Regel 1-1,5 Stunden. Soviel Zeit ist aktuell nicht vorhanden. Es braucht folglich kürzere Einheiten.
  2. Inhalte: Coachings dienen normalerweise sowohl der Lösung von Problemen, als auch der Weiterentwicklung der Klient:innen. Aktuell kann es nur um die Lösung von Problemen gehen. Dazu wäre es wichtig (siehe den Faktor Zeit), bereits klare Themen im Portfolio zu präsentieren: Geht es um:
  • die Durchführung virtueller Mitarbeitergespräche und Meetings,
  • die Fallstricke einer virtuellen Kommunikation,
  • die Vermittlung von Hiobsbotschaften,
  • wertschätzende Kündigungen,
  • schnelle, agile Reaktionen in der Krise,
  • die Motivation der Mitarbeiter:innen über Durststrecken hinweg,
  • die Erhaltung des Teamgeistes in der Krise,
  • das Selbstmanagement und die Resilienz der Mitarbeiter:innen im Homeoffice
  • oder den Umgang mit Sorgen und Ängsten bei sich selbst und den Mitarbeiter:innen.

Solche Vorstrukturierungen fördern einen schnellen Einstieg in das Coaching.

  1. Distanz: Ein Coaching auf Distanz war früher undenkbar. Heute ist es möglich, auch per Video genügend Nähe herzustellen, um Probleme intensiv zu besprechen. Mehr noch: Die Distanz ermöglicht es manchen Menschen sogar freier zu sprechen als vor Ort. Diese Mischung aus Nähe und Distanz kommt einem themenfokussierten Coaching zusätzlich entgegen.

Rufen Sie mich an oder mailen mir, wenn Sie Bedarf an einem themenfokussierten Coaching haben. Gerne schicke ich Ihnen vorab ein 20-25 minütiges Audiobook zu Ihrem spezifischen Krisenthema zu. Im Anschluss klären wir kurz und knapp, wie Sie persönlich am besten die aktuellen Herausforderungen meistern.

Audio-Coaching, der Hybrid zwischen Wissensvermittlung und Persönlichkeitsentwicklung

Was bedeutet Audio-Coaching?

Audio-Coaching ist ein Hybrid aus speziell auf Sie zuschnittene Wissens-Audiobooks und regelmäßigen Coaching-Terminen.

Wie lautet mein konkretes Angebot für Sie?

  1. Fragebogen: Als erstes bekommen Sie einen kurzen Fragebogen von mir zur Einschätzung ihrer aktuellen Situation und Ihrer Erfahrungen als Führungskraft.
  2. Klärungsgespräch: Anschließend vereinbaren wir ein einstündiges Coaching-Gespräch zur vertiefenden Klärung Ihres Weiterentwicklungsbedarfs. Dieses Gespräch kann bei Kund:innen aus dem mittelfränkischen Großraum live stattfinden, für alle anderen per Telefon. Sollten Sie mit dem Audio-Coaching weitermachen, ist dieses Gespräch für Sie kostenfrei. Sollten Sie nach dem Gespräch merken, dass ein Audio-Coaching doch nichts für Sie ist, berechne ich Ihnen eine Schutzgebühr von 50€.
  3. Dreimonatiges Audio-Coaching: Nach einer Woche entscheiden Sie sich, ob Sie weitermachen wollen. Sollten Sie sich für des Audio-Coaching entscheiden, bekommen Sie ab dem nächsten Monat über ein Viertel-Jahr wöchentlich speziell für Ihre aktuelle Situation zugeschnittene etwa 20-minütige Audiobooks inklusive Reflexionsfragen und weiterführendem Material (Beispiele: Meine Persönlichkeit als Führungskraft, Ziele in die Praxis umsetzen, Sind meine Mitarbeiter am richtigen Platz? oder Kommunikationsgrundlagen). In der Standardversion schicken Sie mir eine E-Mail mit Ihren Wünschen für den nächsten Monat. In der Premiumvariante besprechen wir jeweils im Rahmen eines einstündigen Coaching-Gesprächs am Monatsende, welche Themen für Sie in der nächsten Zeit relevant sind. Nach drei Monaten klären wir in einem Abschlussgespräch, wo Sie stehen und ob es noch einen weiteren Coaching-Bedarf gibt. Ab da ist es möglich, flexibel Wissens-Audiobooks zu ordern oder Coachingtermine zu vereinbaren.

Was kostet Sie ein Audio-Coaching?

Das Audio-Coaching kostet Sie in der Standardversion mit etwa fünf Stunden Audio-Material plus E-Mail-Kontakt 100 € für die drei Monate. In der Premiumversion mit zusätzlichen drei vertiefenden Coachingstunden 400 €.

Warum ist ein Lernen mittels Audiobooks sinnvoll?

  1. Parallelität: Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Lern-Videos im Internet. Wenn ich mir jedoch ein Video anschaue, bin ich absorbiert und kann keine Tätigkeiten parallel erledigen. Audiobooks lassen sich bequem neben Routinetätigkeiten in der Arbeit hören und sparen damit Zeit. Vieles, was ich dabei vielleicht sogar mehrmals höre, wandert zudem in mein Unterbewusstsein.
  2. Konzentration auf das Wesentliche: Lern-Videos lenken häufig vom Wesentlichen ab. Dabei stellt sich die Frage: Wollen wir lernen, wie sich jemand präsentiert und welchen Anzug er trägt? Oder wollen wir die wesentlichen Inhalte eines Themas verstehen? Konzentrieren wir uns auf das Hören, ohne visuell abgelenkt zu werden, können wir uns voll und ganz auf das fokussieren, was für uns wirklich wichtig ist.
  3. Emotionaler Zugang: Neurobiologisch betrachtet liegt das Hören näher an unserem Fühlen als das Sehen. Dies lässt sich an einem einfachen Beispiel verdeutlichen: Vermutlich haben Sie sich noch nie in einem Museum heulend von einem Bild zum nächsten gehangelt. Bilder sprechen uns eher kognitiv und nicht emotional an. Ein Musikstück kann uns wesentlich emotionaler ergreifen. Es kann uns zum Weinen bringen, uns abstoßen oder einen eiskalten Schauer den Rücken hinunter laufen lassen. Die Tonation einer Stimme kann uns Sicherheit vermitteln und beruhigen oder motivieren.
  4. Mehr Raum für die Persönlichkeit: Während wir vom Hören emotionaler ergriffen sind als vom Sehen hat dies auch mehr mit uns als Person zu tun. Während viele Menschen ein visuelles Lernen schnell langweilt, weil viele von uns mittlerweile durch die Digitalisierung visuell überreizt sind, lässt ein auditives Lernen Raum für die eigene Persönlichkeit. Während ich höre, kann ich mich selbst und meine Entwicklung vor meinem inneren Auge betrachten anstatt mir das vermeintliche Vorbild meiner Selbst anzusehen.

Welche Vorteile bietet Ihnen ein Audio-Coaching?

Youtube ist voller Umsonst-Videos und bei Udemy gibt es Lern-Videos ab zehn Euro. Wie bereits dargestellt beinhalten Onlinekurse jedoch Schattenseiten. Audiobooks gibt es ebenfalls einige. Und wer sich eine Flatrate bei Audible besorgt, zahlt 30 € für drei Monate. Das Problem liegt jedoch sowohl in der Zeit als auch in den persönlichen Bedürfnissen. Die großen Bestseller von Audible zielen auf ein Massenpublikum. Sprechen Sie jedoch auch Ihre ganz spezielle Situation an? Und haben Sie die Zeit, sich durch die Management-Besteller des WWW zu lesen?

Mein Audio-Coaching orientiert sich an Ihren speziellen Belangen und ist deshalb für Sie sofort in die Praxis umsetzbar. Die Wissens-Audiobooks handeln je nach Bedarf von der Entwicklung Ihrer Persönlichkeit als Führungskraft, beinhalten die Klassiker der Kommunikation, spezielle Gesprächsthemen wie Verhandlungsführung oder die Schlichtung von Konflikten bis hin zu Spezialthemen wie agiles Führen, Führung auf Distanz oder Kündigungsgespräche.

Ein Beispiel zum Thema „Respektvolle Führung in Krisenzeiten“ hören Sie hier.

In der Premiumversion bekommen Sie zudem aufbauend auf die Audiobooks einen Input in die Tiefe, der Sie wirklich weiterbringt. Das Audio-Coaching schlägt damit eine Brücke zwischen der Wissensvermittlung durch Audiobooks und der Persönlichkeitsentwicklung durch Coachings.

Welche Expertise können Sie erwarten?

Den Großteil der Audiobooks werde ich, ebenso wie die Coaching-Gespräche, persönlich abdecken. Als Focusing- und Sytemischer Coach, Mediator und Führungstrainer mit mittlerweile vierzehn Jahren Coaching-, Mediations-, Teambildungs- und Trainingserfahrung in den Bereichen Gesprächsführung, Konfliktmanagement, Verhandlungsführung, Projekt-, Zeit-, Stress- und Selbstmanagement, Neuroleadership, Menschenkenntnis, Körpersprache, Auftritt und Wirkung, Agiles Führen, Mediatives Führen, Führung auf Distanz, usw. kenne ich mich sowohl in Standard-Situationen für frische Führungskräfte als auch mit fortgeschrittenen Führungsthemen aus. Sollte es noch spezieller werden, verfüge ich über eine großes Netzwerk an Kolleg:innen, die Ihnen sicherlich mit Ihrer Expertise weiterhelfen werden.

Die Führungskraft als Mediator

Führungskräfte stehen heutzutage zwischen allen Stühlen. Von der einen Seite werden überzogene Kundenwünsche und der allgegenwärtige Konkurrenzkampf über die überlasteten Mitarbeiter und die ungeduldige Generation Y und Z an sie herangetragen. Von der anderen Seite stoßen sie auf Systemstrukturen, die sich v.a. in größeren Organisationen selten so zügig und adaptiv an die neuen agilen Bedingungen anpassen, wie es für reibungsfreie Abläufe wünschenswert wäre.

Mit diesen aktuellen Herausforderungen beschäftigt sich mein Buch „Die Führungskraft als Mediator„, veröffentlicht zum Jahresbeginn bei Springer-Gabler. Seit einem Monat gibt es nun den dazugehörigen e-Learning-Kurs auf iversity.org: https://iversity.org/de/courses/die-fuhrungskraft-als-mediator?r=c8ff0

Worum geht es in diesem Kurs?

In diesem Kurs bekommen Sie in 7 Kapiteln das Handwerkszeug vermittelt, um diesem Druck nicht nur Stand zu halten, sondern zudem mit mediativen Kompetenzen gezielt zwischen den Fronten zu vermitteln.

Folgende Themen werden behandelt:

  • Führung am Limit
  • Aufgaben einer Führungskraft im 21. Jahrhundert
  • Das Mindset einer Führung in agilen Zeiten
  • Die Führungskraft in Kontakt mit sich selbst
  • Wie Führung in Veränderungen stabil und standhaft bleibt
  • Die Führungskraft als authentisches Vorbild in Veränderungen
  • Die mediative Führungskraft als Prozessbegleiter

An wen richtet sich der Kurs?

Zielgruppe des Kurses sind Manager und Führungskräfte aller Hierarchien.

Was ist in dem Kurs enthalten?

Im Kurs enthalten sind Lernvideos, Leseressourcen, weiterführende Literaturtipps, Übungen, Selbsttests und Reflexionsaufgaben sowie eine Teilnahmebestätigung nach Absolvierung des Kurses.

Wie die Wissenschaft entstand

Die Wissenschaft entstand aus dem Zusammenspiel der beiden Halbgötter und Brüder Prometheus und Epimetheus aus der griechischen Mythologie. Epimetheus verlieh den Tieren auf der Erde spezielle Eigenschaften, dem Löwen Stärke oder der Gazelle Schnelligkeit. Doch Epimetheus war vergesslich und als er zu den Menschen kam fiel ihm nichts mehr ein. Deshalb sprang sein Bruder Prometheus, der Vorausdenkende, für ihn in die Bresche und stahl für die Menschen das Feuer und die Kunst von den Göttern, damit sie auch etwas hatten, um gut zu leben. Das Feuer steht für Macht, worauf die Menschen begannen Streit und Krieg zu führen. Die Kunst, auf griechisch techne, steht für die Technik und Wissenschaft. Damit sich die Menschen nicht gegenseitig auslöschten, stattete sie Hermes, der Götterbote, zusätzlich mit Respekt aus.

Epimetheus könnte auch der Gott für Big Data sein, da sein Name übersetzt „nachträglich lernend oder verbindend“ bedeutet, genau das, was mit Big Data gemacht wird: Die Daten werden wahllos gesammelt und erst im nachhinein auf logische Muster untersucht. Prometheus schaut zwar voller naiver Wissbegierde in die Zukunft, jedoch ohne abzuwägen. Prometheus könnte damit der Gott des ungeduldigen Wissenschaftlers sein, der die Atomkraft erfindet, ohne an die Atombombe zu denken. Auf Hermes schließlich geht die Hermeneutik zurück, das wissenschaftliche Denken in Kontexten. Während Epimetheus und Prometheus sorglos einem bloßen Machbarkeitswahn folgen, wägt die Hemeneutik ab und zeigt damit Respekt vor der Natur und sozialen Begebenheiten.

Quelle: James Bridle: New Dark Ages, Beck 2019

Fake-News aus dem Wissenschaftsbetrieb

Aufgrund des Drucks im Wissenschaftsbetrieb hat sich laut einer Studie aus dem Jahr 2011 die Rücknahme von wissenschaftlichen Studien im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends verzehnfacht. Vor allem in renommierten Fachzeitschriften werden immer mehr Artikel veröffentlicht. Die Qualitätskontrolle kommt nicht mehr nach und bewertet meist nach der Untersuchung des p-Werts. Der p-Wert bezeichnet die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ergebnisses in einer Studie. Ein p-Wert von 0,05 gleicht einer Wahrscheinlichkeit von 5% vor. Eine Wahrscheinlichkeit über 5% legt einen Zufall nahe. Eine Wahrscheinlichkeit unter 5% wird von Zeitschriften angenommen. Studien können jedoch durch die Datenauswahl so manipuliert werden, dass deren Ergebnisse auf jeden Fall unter 5% liegen. Letztlich kann damit jedes erwünschte Ergebnis erzeugt werden. Das Prinzip dahinter lautet p-Hacking. Ich könnte beispielsweise herausfinden wollen, ob grüne Würfel häufiger gezinkt sind als blaue und dafür so lange würfeln, bis das Ergebnis unter 5% liegt. Tatsächlich ergaben Untersuchungen, dass eine riesige Mehrheit an Studien knapp unter der 5% lagen, was nahe legt, dass dieser Wert gezielt angestrebt wurde.

Mehr als 2/3 dieser Fehler in der Biomedizin und den Life Sciences entstehen nicht wie vermutet aufgrund von Schludrigkeit und Zeitdruck, sondern aufgrund purer Absicht. Der Druck ist so groß auf die Forscher, dass sie Ergebnisse liefern müssen, um ihren Lehrstuhl oder ihre Reputation zu behalten. Die Klonung menschlicher Stammzellen des Südkoreaners Hwang Woo-suk, was sich Jahre später als dreiste Lüge erwies, ist nur die Spitze des Eisbergs. Um die Güte der Studien zu erhöhen, werden Tests in der Regel von unabhängigen Forschern wiederholt. Dies passiert jedoch kaum noch. Wenn doch fallen immer mehr durch.

Zudem verkommt die medizinische Forschung aufgrund der Digitalisierung immer mehr zu einem reinen Industriebetrieb. Wo früher kleine Teams an einem Medikament forschten, werden heute große Datenmengen durch Algorithmen gejagt, um möglichst viele Medikamente gleichzeitig zu entdecken. Damit geht jedoch die Sorgfalt und Kreativität verloren. Während das Moore‘sche Gesetz davon ausgeht, dass sich die Rechenkapazität und -schnelligkeit von Computern jedes Jahr verdoppelt, haben sich die Anmeldungen medizinischer Präparate alle 9 Jahre halbiert. Deshalb spricht man in wissenschaftlichen Kreisen mittlerweile vom Eroom‘schen Gesetz, Moore rückwärts geschrieben. Während die Rechenleistung mehr wird, geht die Kreativität in der Wissenschaft immer mehr zurück. Vielleicht auch aufgrund des Denkens, dass aus Big Data letztlich alles errechnet werden kann, wenn man nur genug Daten einspeist, um neue Muster zu erkennen, was jedoch offensichtlich ein Trugschluss ist.

Der Vorwurf, Fake-News zu produzieren geht folglich nicht nur in Richtung Trump und Konsorten, sondern kann ebenso in Richtung des vermeintlich seriösen Wissenschaftsbetriebs gerichtet werden.

Quelle: James Bridle: New Dark Ages, Beck 2019